Bodenabdeckung "offener" Böden 

Pflanzflächen mit Rindenmulch oder Lava abdecken hat viele Vorteile


Beides sind ideale Materialien zur Abdeckung „offener“ Böden, da sie eine ganze Reihe von günstigen Eigenschaften aufweisen:

  • Rindenmulch verfügt auf Grund spezifischer Inhaltsstoffe über keimungshemmende Eigenschaften. Anfliegende Samen laufen nicht auf, d. h. es erfolgt eine „biologische“ Unkrautbekämpfung.
  • Rindenmulch und Lava schützen den Boden vor Austrocknung. Die aufsteigende Feuchtigkeit wird aufgefangen. So erfolgt eine natürliche Regulierung des Wasserhaushaltes.
  • Beides, Rindenmulch und Lava, verbessern den Wärmehaushalt des Bodens. Durch die dunkle Färbung wird Sonnenwärme gebunden und schützt so vor Frost (Temperaturausgleich).
  • Beide sind ein wirksamer Erosionsschutz, der den harten Aufprall von Regen und Hagel dämpft und so den Boden vor Abschwemmung und Verschlämmung schützt.
  • Die in der Rinde vorhandenen Schutz- bzw. Hemmstoffe werden nach und nach durch Mikroorganismen abgebaut und umgesetzt. Sie fördern dabei ein gesundes Pflanzenwachstum.
  • Die Entwicklung der Kleinlebewesen (z.B. Regenwürmer) im Boden wird gefördert.

 

Wir bevorzugen Lava. Warum?

Wir bevorzugen die Anwendung von Lava, da hier die Feuchtigkeitsregulierung am besten funktioniert und gerade diese Funktion ist für ein Gelingen oft entscheidend. Darüber hinaus hat Lava weitere Pluspunkte:

  • Lava kann in Folge seiner porösen Struktur bis zu 30 % seines Eigengewichtes an Feuchtigkeit speichern, die pflanzenverfügbar kontinuierlich abgegeben wird.
  • Lava kann das in Folge von Temperaturdifferenzen Tag/Nacht entstehende Kondenswasser – Morgentau ist die auffälligste Form – binden und pflanzen-verfügbar abgeben.

 Augenfälligstes Beispiel hierfür ist für mich der Weinbau auf Lanzarote: Auf Lanzarote einer unwirtlichen, trockenen und windüberfluteten Insel, übersät mit schwarzem Lavageröll, gedeiht  trotz aller Widrigkeiten ein vorzüglicher Wein. Die „Weinberge“ dort sind weitläufige ebene Flächen. Im Lavageröll wird eine flache Mulde von etwa 3,00 Meter ausgeformt, am tiefsten Punkt wird ein Weinstock gepflanzt. Aus grobem Lavagestein wird oben am Muldenrand gegen den Wind eine ca. 50 cm hohe Bastion halbkreisförmig aufgeschichtet. Betrachten Sie diesen Weinberg gegen den Wind, sehen Sie über die Fläche verteilt Weinstöcke, die sich scheinbar hinter Schutzmauern ducken. Betrachten Sie die Fläche mit dem Wind, ist kein einziges Blatt zu sehen – Sie sehen nur eine schwarze Geröllfläche.

Für das Überleben der Pflanzen reicht die Speicherfähigkeit und Kondensations-fähigkeit des Lavagesteins aus. Eine Fähigkeit, die wir zu unserem Vorteil in unseren Gartenanlagen nutzen sollten: Zeit- und Kostenersparnis beim Gießen.

  • Lava bleibt in seiner Substanz erhalten. Im Gegensatz dazu, wird Rindenmulch organisch abgebaut. Die hierfür verantwortlichen Mikroorganismen benötigen Stickstoff und sind deshalb Nahrungskonkurrenten für unsere Pflanzen. Mangelerscheinungen sind möglich.  Deshalb ist bei Verwendung von Rindenmulch unbedingt zusätzlich zu „düngen“.
  • Durch den organischen Abbau der Rinde ist Rindenmulch nach 3 – 4 Jahren zu ergänzen.

Aus unserer Sicht sind dies vermeidbare Mehrkosten.

  • Im Gegensatz zu Rinde wird Lava nicht von Vögeln verscharrt. Die Folge: angrenzende Rasen- und Wegeflächen bleiben sauber.
  • Und nicht zu vergessen: Schnecken finden im Rindenmulch idealen Unterschlupf und haben es so nicht weit zum Futter.